Glossar

Von "Aktionsplan" bis "Whistleblower": Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe zu Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung – mittelstandsgerecht ausgewählt und aufbereitet.

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A

Aktionsplan CSR

Ziel des Aktionsplans CSR ist es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei zu unterstützen, ihr gesellschaftliches Engagement strategisch im Kerngeschäft zu verankern. Die Initiatoren rund um das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie das CSR-Forum wollen zeigen, wo Engagement sinnvoll ist. Sie wollen Orientierung geben, Aktivitäten bündeln, Netzwerke knüpfen und Hilfestellungen zur Übertragung des CSR-Ansatzes in den Unternehmensalltag bieten. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen tragen den Aktionsplan mit. Alle Akteure unterstreichen damit die Bedeutung des Themas Unternehmensverantwortung und bekunden den Willen, die Rolle von CSR in Deutschland weiter zu stärken.

Äquator-Prinzipien

Mit der Einhaltung der „Äquator-Prinzipien" (engl. Equator Principles) verpflichten sich Banken freiwillig dazu, nur solche Projekte zu finanzieren, bei denen die Kreditnehmer die Umwelt- und Sozialkriterien der Prinzipien erfüllen. Das Regelwerk basiert auf den Umweltstandards der Weltbank und den Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC), einer Tochtergesellschaft der Weltbank, und gilt für Projekte ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Der Name symbolisiert den weltumspannenden Anspruch der Leitlinien.

C

Cause-related Marketing 

Cause-related Marketing (CrM) ist eine Art des Marketings, die die Kooperation des Unternehmens mit einer Non-Profit-Organisation in den Mittelpunkt stellt. Der Begriff umfasst den Marketingaufwand für soziale und andere wohltätige Zwecke. Der Unterschied zu Corporate Giving, also einer zweckgebundenen Spende, die steuerlich absetzbar ist, ist der, dass es sich beim Cause-related Marketing selten um reines Spenden, sondern um eine aktive Zusammenarbeit handelt.

CO2-Fußabdruck/CO2-Footprint

Der CO2-Fußabdruck, auch CO2-Bilanz genannt, ist ein Maß für die Gesamtheit von Kohlendioxid-Emissionen (gemessen z. B. in t/Jahr oder g/km), die direkt und indirekt in allen Lebensstadien eines Produkts entstehen - von seiner Entwicklung bis zu seiner Entsorgung. Der CO2-Fußabdruck lässt sich auch für Personen (siehe ökologischer Fußabdruck), Organisationen, Länder und Events (z.B. eine Urlaubsreise) berechnen. Er hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da er ein hilfreiches Mittel dazu ist, um die Klimaauswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und Geschehnissen im Alltag eines jeden Menschen zu ermitteln.

Code of Conduct

Compliance

Compliance bedeutet, sich als Unternehmen im jeweiligen Land an Recht und Gesetz zu halten und die gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen. Dazu gehören beispielsweise der aktive Klimaschutz, Ressourcenschonung, Sozialstandards in der Lieferkette oder Korruptionsbekämpfung. Geschieht das nicht, riskieren Firmen hohe Kosten, Umsatzverluste und Imageschäden – bis hin zum Verlust der „gesellschaftlichen Betriebsgenehmigung" (engl.: licence to operate). Compliance erfordert verantwortungsvolles Wirtschaften, eine gewisse Selbstverpflichtung oder die Einhaltung freiwilliger internationaler Standards wie die des „Global Compact".

Compliance-Officer

Ein Compliance-Verantwortlicher entwickelt Verhaltenskodizes, Richtlinien und Trainingsmaßnahmen, damit Mitarbeitende die Regeln und Normen einhalten, die ein Unternehmen oder eine Organisation selbst festgelegt hat. Die Regeln sind aus gesetzlichen Anforderungen abgeleitet und stehen im Einklang mit dem Wertesystem des Unternehmens.

Corporate Citizenship (CC)

Corporate Citizenship (CC, bzw. Unternehmensbürgerschaft) bezeichnet das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen. Firmen engagieren sich über ihre eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus als „gute Bürger" für die lokale Zivilgesellschaft oder für ökologische bzw. kulturelle Belange.

Corporate Foundation

Corporate Foundations sind von Unternehmen gegründete Stiftungen. Sie dienen oft einem karitativen Zweck und sollen das Engagement eines Unternehmens für gemeinnützige Zwecke hervorheben.

Corporate Giving

„Unternehmensspenden" sind der Oberbegriff für das ethisch motivierte, selbstlose Überlassen, Spenden oder Zustiften von Geld oder Sachmitteln und für das kostenlose Überlassen oder Spenden von Unternehmensleistungen, -produkten und -logistik.

Corporate Governance (CG)

Corporate Governance bedeutet gute und transparente Unternehmensführung. 2002 wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex verabschiedet. Er gibt Empfehlungen für Verhaltensstandards zur Unternehmensführung und -überwachung. Diese Standards für Manager und Aufsichtsräte haben den Zweck, deren Arbeit für die Stakeholder überprüfbar und mit anderen Firmen vergleichbar zu machen.

Corporate Responsibility (CR)

Der Begriff Corporate Responsibility (CR bzw. unternehmerische Verantwortung) steht für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in Bezug auf die eigentliche Geschäftstätigkeit, die Umwelt, die Beziehungen mit den Mitarbeitern und den Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (Stakeholdern). CSR ist ein freiwilliger Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, die über die gesetzlichen und gesellschaftlichen Anforderungen (Compliance) hinausgeht. CR umschließt die Themenbereiche Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Governance (CG) und Corporate Citizenship (CC). Der Begriff beschreibt den Grad des Verantwortungsbewusstseins eines Unternehmens hinsichtlich seiner Mitarbeiter, der Gesellschaft, der Umwelt und des wirtschaftlichen Umfelds. CR baut außerdem einen Dialog mit allen relevanten Stakeholdergruppierungen auf, also z. B. mit Kunden, Geschäftspartnern, Lieferanten, Mitarbeitern und NGOs. Zur Dokumentation ihres Verhaltens veröffentlicht eine steigende Zahl von Unternehmen regelmäßig Corporate-Responsibility-Berichte, die sich zunehmend am Leitfaden der „Global Reporting Initiative" (GRT) orientieren. Die Begriffe CR und CSR werden häufig synonym verwendet, das Konzept von CR ist jedoch deutlich weiter gefasst. Im Deutschen wird CSR zunehmend mit dem Begriff der unternehmerischen Nachhaltigkeit (d. h. eine Unternehmensführung unter ausgewogener Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren) gleichgesetzt.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Für den Begriff existiert keine allgemein anerkannte Definition. Die Begriffe CR und CSR werden häufig synonym verwendet, das Konzept von CR ist jedoch deutlich weiter gefasst. Im Englischen hat der Begriff durch das „social" vor allem eine gesellschaftliche Komponente. Im Deutschen wird CSR zunehmend mit dem Begriff der unternehmerischen Nachhaltigkeit (d. h. eine Unternehmensführung unter ausgewogener Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren) gleichgesetzt.

Corporate Sustainability (CS)

Corporate Sustainability bedeutet, im Unternehmen eine langfristig nachhaltige Strategie zu etablieren - nicht nur auf ökologischer, sondern auch auf sozialer, kultureller und ökonomischer Ebene. Dazu gehören unter anderem große Transparenz und umfassende Programme zur Mitarbeiterentwicklung. Begriffe wie Corporate Social Responsibility (CSR) und Corporate Responsibility (CC) sind in etwa gleichbedeutend, jedoch wird zunehmend der allgemeinere Ausdruck Corporate Sustainability verwendet. Während die anderen Begriffe Nachhaltigkeitsmaßnahmen umschreiben, die zur bestehenden Firmenpolitik hinzugefügt werden, bedeutet Corporate Sustainability, dass bereits die gesamte Ausrichtung eines Unternehmens auf diesen Maßnahmen aufbaut.

Corporate Sustainability Management (CSM)

Corporate Volunteering

Corporate Volunteering (CV bzw.: betriebliche Freiwilligenprogramme) ist Teil des Corporate Citizenship und umfasst einerseits den Einsatz von Mitarbeitern eines Unternehmens in gemeinnützigen Projekten und andererseits die Förderung des freiwilligen Engagements von Mitarbeitern. Solche Projekte können sehr vielseitig sein: Sie reichen von handwerklichen Tätigkeiten über einwöchige Hospitationen in sozialen Einrichtungen bis hin zu längeren Personaleinsätzen im Führungsbereich gemeinnütziger Institutionen. CV-Projekte werden dazu genutzt, Werte und Kultur im Unternehmen zu entwickeln und zu verankern. Zudem hat ein Unternehmen dadurch auch Marketingvorteile: Sein Ansehen steigt sowohl bei den Beschäftigten als auch im lokalen Gemeinwesen oder in der Öffentlichkeit.

Cradle-to-Cradle-Vision

Das „Cradle-to-Cradle"-Konzept (C2C, „Von der Wiege zur Wiege") ist die Vision einer abfallfreien Wirtschaft, bei der Firmen keine gesundheits- und umweltschädlichen Materialien mehr verwenden. Alle Stoffe sind dauerhaft Nährstoffe für natürliche oder geschlossene technische Kreisläufe: kompostierbare Textilien, essbare Verpackungen, reine Kunststoffe oder Metalle, die unendlich oft für denselben Zweck verwendet werden können. Dieses Konzept haben der deutsche Chemieprofessor und Verfahrenstechniker Michael Braungart und der US-Architekt William McDonough entwickelt. „Intelligentes Produktdesign muss effektiv sein, das Richtige machen und kann in allen Branchen, Produktlebenszyklen und Wertschöpfungsketten wirkliche Umweltfreundlichkeit erreichen", sagen die Initiatoren.

CSR-Berichte

Zu nachhaltigem Wirtschaften und unternehmerischer Verantwortung gehört Transparenz. Das bedeutet die Offenlegung aller Informationen, die wichtig sind für die wesentlichen Anspruchsgruppen eines Unternehmens oder einer Organisation. Gesellschaftlich verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen wollen mit einer offenen Berichterstattung gegenüber ihren Stakeholdern ein Zeichen setzen. Um diese Anspruchsgruppen zu erreichen, veröffentlichen Unternehmen CSR-Berichte oder Nachhaltigkeitsberichte (Sustainability Reports). Bei der Erstellung dieser Reports gelten inzwischen die international anerkannten und auch auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Branchen zugeschnittenen Standards der „Global Reporting Initiative" (GRI).

D

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ist ein von einer Regierungskommission der Bundesrepublik Deutschland erarbeitetes Regelwerk, das vor allem Vorschläge dafür enthält, was eine gute Unternehmensführung - also ethisches Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften in Unternehmen und Organisationen - ausmacht.

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat den Deutschen Nachhaltigkeitskodex beschlossen. Dieser Kodex soll in puncto transparenter Darstellung unternehmerischer Verantwortung und nachhaltiger Unternehmensentwicklung Verbindlichkeiten schaffen. Die Verhaltensregeln sind Empfehlungen an Politik und Wirtschaft. Es ist den Unternehmen selbst überlassen, ob und inwieweit sie dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex entsprechen. Laut der Initiatoren ist der Kodex ein wesentlicher Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. Er sei geeignet, glaubwürdiges Handeln und somit eine nachhaltige Entwicklung in Politik, Wirtschaft und insbesondere im Kapitalmarkt zu fördern. Der Nachhaltigkeitskodex könne auch die öffentliche Debatte über eine nachhaltige Entwicklung (Corporate Responsibility) fördern - auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. An der Entwicklung des Nachhaltigkeitkodexes haben Vertreterinnen und Vertreter der Finanzmärkte, der Unternehmen und der Zivilgesellschaft mitgewirkt. Unternehmen haben den Deutschen Nachhaltigkeitskodex praktisch getestet und seine Praxistauglichkeit positiv bewertet. An dieser Praxisphase beteiligten sich 28 Unternehmen (börsennotierte und mittelständische Unternehmen; ihre deutschen Tochterunternehmen; Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistung).

Deutsches CSR-Forum

Das Deutsche CSR-Foum ist ein jährlich stattfindendes Symposium, bei dem Referenten aus Politik, Wirtschaft und NGOs über das Thema „Nachhaltigkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft" diskutieren. Das 8. Deutsche CSR-Forum fand am 17. und 18. April 2012 im „Haus der Wirtschaft" in Stuttgart statt. Eröffnet wurde es vom EU-Kommissar Günther Öttinger. Themen waren unter anderem die Energiewende, nachhaltiger Städtebau, Mobilität der Zukunft, Ressourcen und Recycling sowie Biodiversivität. Unternehmen und unternehmensnahe Institutionen, die sich in besonderer Weise für nachhaltiges Wirtschaften oder gute Arbeitsbedingungen engagiert haben, werden im Rahmen des Forums mit dem „Deutschen CSR-Preis" ausgezeichnet. Ausrichter ist das CSR-Beratungsunternehmen dokeo GmbH.

DIN EN 16001 (oder ISO 50001)

Die DIN EN 16001 bzw. ISO 50001 regelt den Energieverbrauch und die Energiepolitik in Unternehmen. Sie ist die erste internationale Managementnorm zur Energieeffizienz und hat die Einführung eines betrieblichen Energiemanagement-Systems ab 2011 vorgesehen. Ziele waren der Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung der Energieeffizienz, die Entwicklung einer Energiepolitik im Unternehmen, die Definition von Zielen und Prozessen, die Reduzierung der Energiekosten und der Treibhausgasemissionen.

Diversity-Management

Diversity-Management bzw. Vielfaltsmanagement ist Teil des Human-Resources-Managements: In Unternehmen soll die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeiter (Geschlecht, Ethnie, Alter und Behinderung, sexuelle Orientierung, Religion und Lebensstil) nicht nur toleriert, sondern besonders wertgeschätzt und für den Unternehmenserfolg nutzbar gemacht werden. Ziele des Diversity-Managements sind es, eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen zu schaffen, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern. Dabei soll nicht die Minderheit selbst im Fokus stehen, sondern die Gesamtheit der Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Drei-Säulen-Modell

Das Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung geht von der Vorstellung aus, dass eine nachhaltige Entwicklung und eine leistungsfähige Gesellschaft auf drei Säulen ruht: auf umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen. Die ökologische Nachhaltigkeit orientiert sich an dem Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben. Ökonomische Nachhaltigkeit steht für den Gedanken, dass eine Gesellschaft wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben sollte, da dies zwangsläufig zu Einbußen der nachkommenden Generationen führen würde. Soziale Nachhaltigkeit bedeutet, dass ein Staat oder eine Gesellschaft so organisiert sein sollte, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte auf friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden können.

E

Ein-Säulen-Modell & Pyramiden-Modelle

Das Ein-Säulen-Modell steht in einem gewissen Widerspruch zum Drei-Säulen-Modell: Die Grundidee ist, dass die natürliche Umwelt die Basis allen Lebens und Wirtschaftens ist. Die Umwelt sollte somit auch die Basis der Pyramide bilden - ihre Bewahrung hat höchste Priorität. Menschliche Grundbedürfnisse sowie soziale und gesellschaftliche bzw. wirtschaftliche Aspekte machen die nächste Pyramidenstufe aus.

EMAS

EMAS ist die Kurzbezeichnung für „Eco Management and Audit Scheme", auch bekannt als „EU-Öko-Audit" oder „Öko-Audit". EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung erfassen, verbessern und darüber berichten wollen. EMAS ist für alle Wirtschaftsbereiche offen, auch für den öffentlichen Sektor und private Dienstleister. Die Teilnahme an EMAS ist freiwillig. Es wurde entwickelt, um auch kleinen Unternehmen zu helfen, auf der Grundlage ihrer Bestandsaufnahme ein Umweltmanagementsystem aufzubauen.

Environment Social Governance (ESG)

Environment Social Governance (ESG) steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Der Begriff hat sich international in Unternehmen und in der Finanzwelt etabliert und gibt Auskunft darüber, ob bei Unternehmensentscheidungen ökologische, sozial-gesellschaftliche Aspekte beachtet werden und wie die Unternehmensführung aussieht.

Equator Principles

Ethics in Business

„Ethics in Business" begleitet mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, die fair, verantwortungsvoll und nachhaltig handeln möchten und damit die Wirtschaftswelt insgesamt prägen und umgestalten wollen. Die Basis ist ein Unternehmensvergleich. Darauf aufbauend, lernen die Teilnehmer durch eine individuelle Unternehmensanalyse und einen regen Wissensaustausch, sie sind Mitglieder einer Unternehmensgilde und tragen ihre Überzeugungen durch ein Gildesiegel wirkungsvoll nach außen. Mittels des Benchmarkingberichts erhalten alle teilnehmenden Unternehmen konkretere Hinweise darauf, wo bei ihnen Potenziale schlummern - wo sie etwa durch ökologische Maßnahmen Kosten sparen oder durch den effizienten Einsatz betrieblicher Ressourcen Produktivitätsgewinne erzielen können.

Ethik

Die Ethik (griech. „das sittliche Verständnis") ist eines der großen Teilgebiete der Philosophie und befasst sich mit Moral, insbesondere hinsichtlich ihrer Begründbarkeit. Sie gilt dabei als „praktische Philosophie", da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst. Betriebswirtschaftlich gesprochen, deckt sie einen sehr großen Bereich unternehmerischen Handelns ab: Ethische Richtlinien sind für die Personalarbeit ebenso bedeutend wie für die Produktion, die Produkte, die Liefer- und Wertschöpfungskette oder auch das Engagement im gesellschaftlichen Umfeld. Als Grundlage hierfür dienen Unternehmensleitbild, -vision und unternehmensinterne Verhaltensrichtlinien sowie deren organisationale Verankerung. Gegenstand der Wirtschaftsethik ist die Anwendung ethischer Prinzipien auf den Bereich des wirtschaftlichen Handelns. Die Unternehmensethik als Teilbereich der Wirtschaftsethik beschäftigt sich wiederum mit der Frage, welchen moralischen Wertvorstellungen Unternehmen genügen sollten

European Sustainability Reporting Awards (ESRA)

Für die Glaubwürdigkeit von CSR- oder Nachhaltigkeitsberichten ist es wichtig, dass die Reports von unabhängiger und fachkompetenter Seite bewertet werden. Das soll Unternehmen bei der Berichterstattung über ihre ökologische Performance motivieren. Die Initiative ESRA, die „European Sustainability Reporting Awards", war von 1996 bis 2006 ein Wettbewerb zur unabhängigen Prüfung von CSR-Berichten auf europäischer Ebene. ESRA war offen für alle Arten von Organisationen, unabhängig von der Größe oder dem Sektor. In nationalen Wettbewerben in Deutschland (DURA), Österreich (ASRA) und der Schweiz (ÖBU-Preis) wurden Nachhaltigkeitsberichte ausgezeichnet, die dann im nächsten Schritt auf europäischer Ebene (ESRA) zum Wettbewerb antraten. Nach Ende des Wettbewerbs ESRA im Jahr 2006 wurde auch der nationale deutsche Preis eingestellt. In Österreich und der Schweiz finden die Auszeichnungen immer noch statt.

G

Global Reporting Initiative (GRI)

Die Global Reporting Initiative (GRI) entwickelt in einem partizipativen Verfahren Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Großunternehmen, kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), Regierungen und NGOs.

Greenwashing

Greenwashing (oder Greenwash, englisch wörtlich: „grünwaschen", übertragen: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen") ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen. Beim Greenwashing nutzt man Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation, um einer Firmengeschichte oder aktuellen Unternehmensaktionen eine weiße Weste zu verpassen. Das Unternehmen stellt einzelne umweltfreundliche Leistungen, Aktionen oder Ergebnisse mit erhöhtem PR-Aufwand öffentlich heraus, etwa in Presseaktionen oder Werbeanzeigen. Häufig sind die dabei getroffenen Einzelaussagen für sich genommen korrekt, betreffen aber nur einen geringen Teil der Unternehmensaktionen, während das Kerngeschäft umweltverschmutzend bleibt.

I

ILO - Arbeitsrechte & Menschenrechte

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen in Genf mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit sowie Menschen- und Arbeitsrechte zu stärken. Sie wurde 1919 zu Zeiten des Völkerbundes gegründet. Die Schwerpunkte der Arbeit der ILO sind neben der Formulierung auch die Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen. Die ILO setzt sich insbesondere gegen Ausbeutung und Diskriminierung ein. Die Kernnormen enthalten: die Vereinigungs- und Organisationsfreiheit für Beschäftigte, das Verbot von Zwangsarbeit, das Verbot von Kinderarbeit, die Forderung gleicher Entlohnung für gleiche Arbeit und das Diskriminierungsverbot.

Integratives Nachhaltigkeitsmodell

Das Integrative Nachhaltigkeitsmodell basiert auf dem Gedanken, dass das Drei-Säulen-Modell, das zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Gegebenheiten und Entwicklungen unterscheidet, der Realität nicht ganz gerecht wird. Nachhaltigkeit werde laut den Initiatoren (Bundesumweltministerium, Centre for Sustainability Management (CSM), Leuphana-Universität Lüneburg und Econsense, das „Forum Nachhaltige Entwicklung" des BDI) heute zumeist integriert dargestellt: Drei Kreise überschneiden sich in der Mitte - die Schnittmenge ist die Nachhaltigkeit. Die drei Säulen sind also miteinander verknüpft und voneinander abhängig. Für Unternehmen gibt es somit nicht nur drei, sondern vier Herausforderungen: Steigerung der ökologischen Effektivität, Steigerung der sozialen Effektivität, ökologische und soziale Effizienz sowie die Zusammenführung all dieser Punkte. Dafür sollte das Unternehmen ein Sozial- und Umweltmanagement ins konventionell ökonomisch ausgerichtete Management integrieren.

Integrierte Berichterstattung

Eine Integrierte Unternehmensberichterstattung (englisch: Integrated Reporting) hat zum Ziel, in die klassische Finanzberichterstattung von Unternehmen sogenannte „nicht-finanzielle" Aspekte zu integrieren. Dazu gehören zum Beispiel Angaben zur unternehmerischen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR), zum nachhaltigen Wirtschaften und zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (Environment Social Governance, ESG). Integrated Reporting soll die miteinander verbundenen Auswirkungen von finanziellen, ökologischen, sozialen und Governance-Faktoren auf den langfristigen Unternehmenserfolg widerspiegeln. Bei dieser Integration sind auch eine sinnvolle Aufteilung in internetbasierte Berichterstattung (Website), Berichterstattung auf der Basis digitaler Dokumente und das papierbasierte Berichtswesen von Vorteil.

ISO 14001

Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt den Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Bezug auf die Umweltleistung von Unternehmen oder Organisationen und auf die Einhaltung diesbezüglicher rechtlicher Verpflichtungen. Hierzu soll das Unternehmen eine betriebliche Umweltpolitik, Umweltziele und ein Umweltprogramm festlegen sowie ein entsprechendes Managementsystem aufbauen, das bei der Zielerreichung hilft. Durch eineregelmäßige Überprüfung der gesetzten Ziele und des Umweltmanagementsystems sollen die Maßnahmen kontinuierlich verbessert werden. In der Norm wird ausdrücklich betont, dass sie keine absoluten Anforderungen an die Umweltleistung festlegt. Sie fordert aber die Erfüllung der Verpflichtungen, die sich die Organisation selbst bei ihrer Umweltpolitik auferlegt hat.

ISO 26000

Am 1. November 2010 hat die ISO (International Organization for Standardization) die ISO-Norm 26000 beschlossen und veröffentlicht. Sie ist ein Leitfaden, der Orientierung und Verhaltensempfehlungen gibt, seine Anwendung ist freiwillig. ISO 26000 ist keine zertifizierbare Managementsystem-Norm. Der Leitfaden enthält „erstrebenswerte beispielhafte Anwendungen" (Best Practices) von gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln von Organisationen. Er ist sowohl mit den Richtlinien der Vereinten Nationen (UN) als auch mit denen der internationalen Arbeitsorganisation ILO vereinbar.

ISO 50001

ISO 9000/9001

Die Qualitätsmanagementnorm ISO 9000/9001 beschreibt die Anforderungen an das Managementsystem eines Unternehmens, einem bestimmten Standard bei der Umsetzung des Qualitätsmanagements zu entsprechen. Der Nachweis wird durch die Ausstellung eines zeitlich befristeten Zertifikats erbracht. Unabhängige Stellen, die dieses Zertifikat ausstellen dürfen, sind British Standards Institution (BSI), Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), SGS, das Bureau Veritas, Quality Austria oder der TÜV.

L

Lageberichte

Lebenszyklusanalysen (Product-Lifecycle-Management)

Um eine nachhaltige Entwicklung im Betrieb anzustoßen, sollten Unternehmen ganzheitliche und strategieorientierte Maßnahmen ergreifen. Eine solche ist zum Beispiel das Product-Lifecycle-Management (Produkt-Lebenszyklus-Management, PLM). Das bezeichnet ein strategisches Konzept zum Management eines Produkts über seinen gesamten Produktlebenszyklus - von der Entwicklung bis zur Entsorgung. Dieses Konzept umfasst sowohl unterstützende IT-Systeme als auch Methoden, Prozesse und Organisationsstrukturen. Im Idealfall greifen alle Bereiche bzw. Systeme, die mit einem Produkt in Berührung kommen, auf eine gemeinsame Datenbasis zu: von der Planung (PPS/ERP), Konstruktion (CAD), Berechnung (CAE) und Fertigung (CAM) bis zum Controlling, Vertrieb und Service. So können alle Schritte einer nachhaltigen Produktentwicklung und -vermarktung einfacher nachvollzogen und schriftlich fixiert werden.

LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability)

LOHAS steht für „Lifestyle of Health and Sustainability" (deutsch: gesunder und nachhaltiger Lebensstil). Gemeint ist ein Konsumententyp, der durch sein Konsumverhalten und seine gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will. Das Phänomen wurde erstmals im Jahr 2000 von dem US-Soziologen Paul Ray in seinem Buch „The Cultural Creatives: How 50 Million Are Changing The World" beschrieben. Neben den LOHAS gibt es auch die LOVOS (Lifestyle of Voluntary Simplicity). Die Motive beider Lebensstile überschneiden sich, wobei LOVOS einen bewussten Konsumverzicht anstreben.

 

 

M

Mindeststandard

Mit der Formulierung von Mindeststandards im Rahmen internationaler Vereinbarungen (vor allem von Sozialstandards) sollen weltweit vergleichbare Produktionsbedingungen geschaffen werden. Die ökonomische Wirkung solcher Regelungen ist umstritten. Da in der Regel die höheren Standards der Industriestaaten angewandt werden, verlieren Schwellen- und Entwicklungsländer einen Teil ihrer Standortvorteile.

N

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet, dass ein regenerierbares System nur so genutzt wird, dass es in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann. Nach der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags setzt sich der Begriff der Nachhaltigkeit aus drei Komponenten zusammen: einer ökologischen, einer ökonomischen und einer sozialen. Dies wird auch als Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit bezeichnet.

Nachhaltigkeitsberichte

Nachhaltigkeitsmanagement

Die Orientierung an CR/CSR ist zu einer strategisch bedeutsamen Aufgabe heutiger Unternehmenspolitik geworden. Die Summe der Aufgaben, die eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zum Ziel haben, nennt man Nachhaltigkeitsmanagement. Dabei ist es erforderlich, das Unternehmen so zu führen, dass es auf Dauer Bestand hat. Es geht dabei sowohl um eine langfristig erfolgreiche Geschäftsentwicklung als auch um einen positiven Beitrag des Unternehmens zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Es ist eine Aufgabe des Managements, Nachhaltigkeit entsprechend im Unternehmen zu verankern und systematisch in interne Strukturen und Prozesse zu überführen. Dazu sind strategische Führungsinstrumente erforderlich, beispielsweise eine Balanced Scorecard oder ein Nachhaltigkeitscontrolling, das Personalführung und Umweltmanagement umfasst. Auch gehören die interne und externe Nachhaltigkeitskommunikation dazu, (z. B. mithilfe von Nachhaltigkeitsberichten oder betrieblichen Umweltinformationssystemen).

NGO

Als Nichtregierungsorganisation (englisch: Non-Governmental Organisation, NGO; alternativ: nichtstaatliche Organisation, NRO) werden Vereinigungen bezeichnet, die sich, unabhängig von einer Beziehung zur UN, sozial- und umweltpolitisch engagieren. Der Begriff wurde von den Vereinten Nationen eingeführt, um die zivilgesellschaftlichen Vertreter, die sich an den politischen Prozessen der UNO beteiligen, von den staatlichen Vertretern abzugrenzen.

NPO

Non-Profit-Organisationen (NPO) verfolgen keine wirtschaftlichen Gewinnziele, sondern dienen gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielen ihrer Mitglieder. Es sind Gruppierungen, die sich entweder in frei-gemeinnütziger oder privat-gewerblicher Trägerschaft befinden. Ergänzend zu Staat und Markt erfüllen Sie bestimmte Zwecke der Bedarfsdeckung, Förderung oder Interessenvertretung. Dazu gehören zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Obdachlosenwerke oder gemeinnützige Betreuungsanstalten.

O

OECD-Leitlinien

Die OECD-Leitsätze sind Regierungsempfehlungen für verantwortungsbewusstes Handeln an multinationale Unternehmen. Die Leitsätze beziehen sich auf die Bereiche Transparenz, Arbeitsbeziehungen, Umwelt, Korruption, Verbraucherschutz, Technologietransfer, Wettbewerb und Steuern. Die 34 OECD-Mitglieder sowie Ägypten, Argentinien, Brasilien, Lettland, Litauen, Marokko, Rumänien und Peru haben die Leitsätze unterzeichnet. Sie verpflichten sich, alle auf ihrem Gebiet tätigen Unternehmen zur Einhaltung der Leitsätze anzuhalten. Diese Verpflichtung gilt auch für Aktivitäten in Drittstaaten. Für Unternehmen setzen die Leitsätze zwar einen Standard, sie sind aber nicht rechtsverbindlich.

OHSAS 18001

OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) ist eine ursprünglich britische Norm und lehnt sich sehr eng an die Organisationsmanagementnorm ISO 9001 und an die Umweltmanagementnorm ISO 14001 an. Mit einer Verbreitung in mehr als 80 Ländern der Welt ist OHSAS 18001 einer der bekanntesten und bedeutsamsten ethisch-moralischen Industriestandards.

Ökobilanzierung

Die Ökobilanz (englisch: Life-Cycle-Assessment, LCA) ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten oder Dienstleistungen während deren Lebenszyklus („von der Wiege bis zur Bahre"). Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen, die während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung entstehen. Die Methode der Ökobilanz wendet man an, um Produkte weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Ökoeffizienzanalyse

Die Ausgangsidee der Ökoeffizienzanalyse ist es, Produkte und Prozesse nicht nur nach ökonomischen, sondern auch nach ökologischen Kriterien zu beurteilen, ihren Lebenszyklus zu berücksichtigen und erst dann zu entscheiden, welche Inhaltsstoffe und Designs verwendet werden. Das Ziel ist es dabei, die Produkte und Prozesse auf möglichst wirtschaftliche Art möglichst umweltverträglich zu gestalten. Ökoeffizienzanalysen haben das Ziel, die Umweltauswirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung entlang ihres gesamten Lebensweges zu verbessern. Dabei ist „Effektivität" das langfristige Ziel: Produkte gänzlich umweltfreundlich und abfallfrei zu produzieren (siehe Cradle-to-Cradle-Konzept).

Ökologischer Fußabdruck

Unter dem „ökologischen Fußabdruck" wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion seiner Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie, aber auch zur Entsorgung oder zum Recycling des von ihm erzeugten Mülls oder zum Binden des durch seine Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden. Die Werte werden in Hektar pro Person und Jahr angegeben.

ÖKOPROFIT (ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte Umwelt-Technik)

Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft. Das Ziel ist es, die Betriebskosten in Unternehmen zu senken und gleichzeitig Ressourcen (z. B. Wasser und Energie) zu schonen. Wichtige Bausteine des Konzepts sind gemeinsame Workshops der teilnehmenden Betriebe, in denen grundlegende Prinzipien des Umweltschutzes vermittelt werden. Erfahrene Berater (u. a. von Organisationen wie B.A.U.M.) unterstützen bei der Auswahl und Umsetzung von Optionen zur Reduktion von Abfällen, von Wasser- und Energieeinsatz. Nach ca. einjähriger Projektdauer werden die Betriebe anhand eines Kriterienkatalogs geprüft und von der Stadt für ihre Leistungen ausgezeichnet. Zahlreiche Betriebe lassen sich nach der erfolgreichen Teilnahme ihr Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14.001 zertifizieren.

Ombudsmann

Ein Ombud (altnordisch: umboð, „Vollmacht") ist eine oft ehrenamtliche Aufgabe einer Person, die in einer Organisation oder in der Öffentlichkeit eine gerechte Behandlung von Personengruppen zu erwirken versucht. Der Ombudsmann ist ein Mittler bei Streitfragen. Er ist das Sprachrohr von Personen, deren Belange ohne solche Unterstützung kein Gehör finden würden. In seiner Funktion ermöglicht es der Ombudsmann, Streitfälle in verschiedensten Bereichen und ohne großen bürokratischen Aufwand zu schlichten. Immer mehr Organisationen und Institutionen (bis hin zur UN) richten eine Stelle für einen Ombudsmann ein oder beschäftigen ganze Stäbe von Ombudsleuten. Zunehmend fallen auch Compliance-Officers unter den Begriff.

ONR 192500 (Österreich)

Das Österreichische Normungsinstitut (Austrian Standards Institute) hat 2011 - ein Jahr nach der Einführung der ISO 26000 - die Norm ONR 192500 „Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen (CSR)" veröffentlicht. Sie definiert die Anforderungen an ein CSR-Managementsystem und gibt Erfüllungskriterien für die Kernthemen und deren Handlungsfelder vor. Mit der neuen Regel bietet sich für Unternehmen und Organisationen erstmals die Möglichkeit, die in der ISO 26000 formulierten Leitlinien und Grundsätze unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung systematisch in die Praxis zu überführen und ihre Einhaltung auch gegenüber Dritten nachzuweisen. Im Unterschied zur der bewusst als Leitfaden gehaltenen ISO 26000, die eine allgemeine Orientierung bei Einführung, Verwirklichung und Verbesserung von CSR gibt, definiert die ONR auch inhaltliche Anforderungen und Empfehlungen.

P

Produktlinienanalyse

Eine Produktlinienanalyse (PLA) ist eine Ökobilanz, die zusätzlich zu der ökologischen auch die sozialen und gesellschaftlichen Gesichtspunkte eines Produktes darstellt. Sie beurteilt ein Produkt hinsichtlich sämtlicher Auswirkungen der Rohstoffbeschaffung, seiner Herstellung, seiner Verarbeitung, seines Transports, seiner Verwendung und seines Recyclings oder seiner Entsorgung. Die Ökobilanz bezieht sich hingegen nur auf ökologische Gesichtspunkte.

Public-Private-Partnership

Public Private Partnership (PPP) (auch Öffentlich-Private Partnerschaft, ÖPP) bedeutet, privates Kapital und Fachwissen für die Erfüllung staatlicher Aufgaben zu Verfügung zu stellen und zu nutzen. PPP geht in vielen Fällen mit einer teilweisen Privatisierung von öffentlichen Aufgaben einher. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Anwendungsfelder gibt es noch keine allgemein anerkannte Definition. Nach heutigem, funktionalem Begriffsverständnis ist PPP die meist langfristig und vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft.

R

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berät die deutsche Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit und soll helfen, mit Beiträgen und Projekten die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Er äußert sich zu aktuellen Themen, gibt wissenschaftliche Studien in Auftrag und trägt zur Verbreitung des Nachhaltigkeitsleitbildes in der Öffentlichkeit bei. Der RNE wurde erstmals im Februar 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören zurzeit 15 Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Umweltschutz, Landwirtschaft, Sozialpolitik, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit sowie Vertreter von Gewerkschaften und Kirchen an.

S

SA 8000

Unternehmen, die einen Schwerpunkt auf ihre Mitarbeiter, deren Familien und Verantwortung für die Gesellschaft legen, können sich nach dem Management- und Zertifizierungssystem SA 8000 (Social Accountability 8000) ausrichten und kontrollieren lassen. Die Standards der international verbreiteten Zertifizierungsnorm beziehen sich unter anderem auf die Einführung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und das Verbot von Kinderarbeit und Diskriminierung. Die SA 8000 überprüft die Einhaltung sozialer Mindeststandards in produzierenden Unternehmen und verantwortet deren weltweite Zertifizierung. Dieser Sozialstandard wurde 1997/8 von der US-Nichtregierungsorganisation „Social Accountability International" (SAI) auf der Grundlage der internationalen Menschenrechtskonvention entwickelt. Sie ist vom Aufbau her mit der Umweltmanagement-Norm ISO 14001 und der Qualitätsmanagement-Norm ISO 9000:2000 vergleichbar.

Social Comissioning

Social Comissioning bedeutet die Auftragsvergabe an soziale Organisationen bzw. die gezielte geschäftliche Partnerschaft mit gemeinnützigen Organisationen: zum Beispiel mit solchen, die behinderte und sozial benachteiligte Menschen beschäftigen. Durch die Auftragsvergabe sollen diese Organisationen unterstützt werden.

Social Entrepreneurship

Unter Social Entrepreneurship (auch soziales Unternehmertum bzw. Sozialunternehmertum) versteht man eine unternehmerische Tätigkeit, die sich innovativ und langfristig für den positiven Wandel einer Gesellschaft einsetzen will. Ein solcher Unternehmer wird Social Entrepreneur genannt. Gebiete, auf denen sich ein Social Entrepreneur engagiert, sind zum Beispiel Bildung, Umweltschutz, Arbeitsplatzschaffung für Menschen mit Behinderungen, Armutsbekämpfung oder Menschenrechte. Der Profitgedanke steht für Social Entrepreneurs im Hintergrund, weshalb viele von ihnen Non-Profit-Organisationen leiten oder unterstützen. Die Abgrenzung zum Social Business ist fließend; bei diesem wird meist ganz auf Gewinnausschüttung verzichtet.

Socially Responsible Investment (SRI)

SRI steht für „Socially Responsible Investment", also gesellschaftlich verantwortungsvolle Kapitalanlagen. Der europäische Branchenverband für nachhaltiges Investment, „Eurosif", unterscheidet bei diesen Anlagen zwischen „Kern-SRI", das strengere Konzepte (d. h. viele verschiedenen ökologische, soziale und ethische Kriterien werden geprüft) enthält, und „breitem SRI", das weniger strenge Konzepte umfasst.

Stakeholder

Stakeholder sind Menschen oder Institutionen, die ein Interesse an einem oder einen Anspruch an ein Unternehmen haben (z. B. Kunden, Lieferanten, sonstige Dienstleister oder Aktionäre).

Stakeholder-Dialoge

Der Stakeholder-Dialog ist ein Instrument des sogenannten CSR-Managements in Unternehmen und Institutionen. Er ist ein einzelnes, strukturiertes Gespräch zwischen Unternehmensvertretern und Anspruchsgruppen. Dabei sollen deren Interessen und die subjektiven Wahrnehmungen des Unternehmens diskutiert werden. Über das Gespräch hinaus bestehen keine Verpflichtungen für beide Seiten. Der Dialog soll über eine externe, unparteiische Organisation durchgeführt bzw. moderiert werden. Vorteile von Stakeholder-Dialogen sind zum Beispiel: Förderung des Verständnisses für CSR im Unternehmen, Vermitteln von Interessen, Prävention von Konflikten, und Erkennen von Stärken und Schwächen noch vor dem Gang an die Öffentlichkeit (zum Beispiel beim ersten CSR-Bericht).

Sustainability Balanced Scorecard

Balanced Scorecard (BSC; englisch für „ausgewogener Berichtsbogen") ist ein Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktionen eines Unternehmens bzw. einer Organisation im Hinblick auf seine Vision und Strategie. Es zeigt die ökonomische Entwicklungsrichtung für ein festgelegtes Zeitfenster auf. Die auf Nachhaltigkeit erweiterte Variante heißt „Sustainability Balanced Scorecard" (SBSC). Sie verankert explizit ökologische und soziale Aspekte in der Unternehmensstrategie. Es gab mehrere Forschungsprojekte zur praktischen Anwendbarkeit einer SBSC in Unternehmen, unter anderem vorangetrieben vom Center for Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg sowie vomInstitut für Wirtschaft und Ökologie der Universität St. Gallen in der Schweiz. Inzwischen wurden auch für kleine und mittlere Unternehmen taugliche Konzepte unter dem Begriff „Sustainable Balanced Scorecard" (SBC) entwickelt.

Sustainable Value Ansatz

Für viele Unternehmen ist es entscheidend, dass Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich etwas für sie bringt. Einzelelemente der Nachhaltigkeit sind teilweise gut messbar - etwa sinkende Energie- und Rohstoffkosten bei effizienterer Nutzung. Andere Elemente sind weniger gut oder nicht exakt messbar, zum Beispiel die Effekte hoher Mitarbeitermotivation. Ein Ansatz zur Messung der „nachhaltigen Wertschöpfung" in Geldform ist der Sustainable-Value-Ansatz. Er bewertet den Ressourceneinsatz und seine ökonomischen Effekte. Dabei werden wirtschaftliches Kapital sowie ökologische und soziale Ressourcen in der gleichen Maßeinheit, also in Geld, bewertet. Als Vergleichsmaßstab kann entweder die gesamte Volkswirtschaft oder eine Gruppe vergleichbarer Unternehmen dienen.

T

Triple-Bottom-Line

Im Englischen ist die Bottom-Line der Schlussstrich unter der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, dort steht der Profit. Die Triple-Bottom-Line (TBL) ist die Grundlage einer Bewertung, die Banken oder Kapitalgesellschaften für Unternehmen vornehmen. Damit werden deren Kredit- und Geschäftswürdigkeit beurteilt. Für die Bewertung eines Unternehmens gehen die Banken oder Kapitalgesellschaften von folgenden Faktoren aus: Ethik, Umweltschutz und sichere Finanzmittel. Anhand dieser drei Bewertungskriterien (der Triple-Bottom-Line) erstellen die Banken und Kapitalgesellschaften ein Rating der Unternehmen. Das Ergebnis ist das sogenannte Ökorating. Je nachhaltiger ein Unternehmen ist, umso besser fällt das Ökorating aus.

U

Umwelt-, Sozial-, und Unternehmensführungsaspekte

siehe ESG.

Umweltbericht

Ein Umweltbericht ist eine freiwillige Veröffentlichung, in der Firmen (bzw. Städte, Universitäten oder andere Organisationen) ihre Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse auf dem Gebiet des betrieblichen Umweltschutzes beschreiben. Diese Reports sind Bestandteil der Informationspolitik des Unternehmens. Zugleich sind sie auch ein Element des Marketings, mit dem das Unternehmen sich und seine Umweltleistung darstellt. Seit einigen Jahren gehen Unternehmen zunehmend dazu über, den Umweltbericht als einen Teil des Nachhaltigkeitsberichts zu präsentieren. Für Unternehmen, die ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 bzw. nach dem europäischen Environmental Management and Auditing Scheme (EMAS-Verordnung) aufgebaut haben, ist der Umweltbericht eine Weiterführung der dort geforderten Umwelterklärung.

UN Global Compact

Global Compact oder auch United Nations Global Compact ist der englische Name für einen weltweiten Pakt (deutsch: Globaler Pakt der Vereinten Nationen) zwischen Unternehmen und der UNO, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Die Teilnahme ist denkbar einfach: In einem kurzen Brief an den UN-Generalsekretär erklärt ein Unternehmen seinen Willen, sich darum zu bemühen, in Zukunft bestimmte soziale und ökologische Mindeststandards einzuhalten (z. B. Respektieren der Menschenrechte, Einnehmen einer vorsorgenden Haltung gegenüber Umweltgefährdungen oder Korruptionsbekämpfung). Die unterzeichnenden Unternehmen müssen dann einen jährlichen Bericht über ihre Maßnahmen verfassen.

Unternehmensethik

Die Unternehmensethik ist ein Teilgebiet der Wirtschaftsethik und beschäftigt sich mit der Frage, welchen moralischen Wertvorstellungen Unternehmen genügen sollten. Damit einher geht auch die Frage, wie das Streben nach finanziellem Gewinn und die moralische Grundhaltung zueinander stehen.

Unternehmensverantwortung

V

Verhaltenskodex

Ein Verhaltenskodex (englisch: Code of Conduct) ist eine Sammlung von Verhaltensweisen, die in unterschiedlichsten Situationen angewandt werden sollen. Der Kodex ist freiwillig und muss nicht zwingend eingehalten werden. Ein Verhaltenskodex ist vielmehr eine Selbstverpflichtung, bestimmten Verhaltensmustern zu folgen oder diese zu vermeiden und dafür Sorge zu tragen, dass sich niemand durch Umgehung der Verhaltensrichtlinien einen Vorteil verschafft. Es gibt zum Beispiel Verhaltenskodizes, mit denen Bestechungen in Verwaltung und Wirtschaft vorgebeugt werden soll, oder solche, die den Umgang von Menschen miteinander regeln.

Vier-Stufen-Modell

Zur Abstufung von CSR hat der US-Wirtschaftsprofessopr Archie Carroll eine vierstufige Pyramide vorgeschlagen: Danach kann man „geschäftliche, rechtliche, ethische und philanthropische Verantwortung" eines Unternehmens unterscheiden. Die vier Ebenen bedeuten für Unternehmen:

  1. „Be profitable" (Sei profitabel): Die grundlegende Verantwortung eines Unternehmens ist es, seinen Geschäftszweck zu erfüllen, Gewinne zu maximieren, eine gute Wettbewerbsposition zu erreichen und sein Bestehen langfristig zu sichern.
  2. „Obey the law" (Halte dich an das Gesetz): Es gehört zur Verantwortung eines Unternehmens, dass es sowohl hinsichtlich seiner Produkte als auch seiner Prozesse seinen gesetzlichen Verpflichtungen nachkommt.
  3. „Be ethical" (Handle ethisch korrekt): Ein wichtiger Teil der Unternehmensverantwortung ist es, dass es im Rahmen seiner Tätigkeit nicht gegen die moralischen und ethischen Erwartungen der Gesellschaft verstößt.
  4. „Be a good corporate citizen" (Sei philanthropisch): Ein Unternehmen sollte zudem seine Verantwortung wahrnehmen, indem es freiwillig gemeinnützige Zwecke in Kultur, Bildung und Wohlfahrt unterstützt.

Die ersten beiden Ebenen muss ein Unternehmen berücksichtigen, um bestehen zu können. Das fordert die Gesellschaft. Die dritte Ebene des sittlichen Handelns ist notwendig, aber nicht zwingend erforderlich, um gesellschaftlich akzeptiert zu sein ist. Die vierte Ebene ist rein freiwillig, jedoch gesellschaftlich erwünscht.

W

Werte

Der Begriff „Wert" stammt ursprünglich aus der Wirtschaftswelt, wo man unter anderem zwischen Gebrauchs- und Tauschwert unterschied. Er ist erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein philosophischer Terminus geworden, und hat seither im Rahmen der Wertphilosophie eine zentrale Bedeutung. In der Alltagssprache taucht der Begriff in jüngster Zeit wieder verstärkt auf, wenn von „Grundwerten", einem „Wertewandel" oder einer „neuen Wertedebatte" die Rede ist. Der Wertbegriff weist große Ähnlichkeit mit dem Begriff des Guten auf. Er wird wie dieser grundsätzlich in einer objektiven und einer subjektiven Variante gebraucht:

  • als „objektiver Wert" bezeichnet er den Wert von bestimmten Gütern für den Menschen -z. B. den Wert des menschlichen Lebens, der Gesundheit etc.
  • als „subjektiver Wert" bezeichnet er das, was mir wertvoll ist, z. B. Treue oder Gerechtigkeit.

Wertemanagementsystem (nach Josef Wieland)

Die praktische Verankerung nachhaltigen Wirtschaftens in einer Organisation erfolgt durch die Implementierung eines Wertemanagementsystems. Diesen Begriff hat Josef Wieland, wissenschaftlicher Direktor des „Konstanz Institut für Wertemanagement", geprägt. Die Erfassung der Werte erfolgt üblicherweise in Grundwertekatalogen oder Unternehmensleitlinien („Code of Ethics", „Code of Conduct"). Dabei ist es wichtig, dass solche Kataloge nicht nur die ethischen, sondern auch alle anderen Werte eines Unternehmens erfassen, da sonst keine einheitliche Führungsorganisation durchsetzbar ist. Wieland nennt vier maßgebliche Wertegruppen:

  • Leistungswerte (Nutzen, Kompetenz, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Kreativität, Innovationsorientierung, Qualität)
  • Kommunikationswerte (Achtung, Zugehörigkeit, Offenheit, Transparenz, Verständigung, Risikobereitschaft)
  • Kooperationswerte (Loyalität, Teamgeist, Konfliktfähigkeit, Offenheit, Kommunikationsorientierung)
  • Moralische Werte (Integrität, Fairness, Ehrlichkeit, Vertragstreue, Verantwortung)

Damit diese Werte im Unternehmen wirksam werden, müssen sie in seine Organisation eingebunden und richtig kommuniziert werden. Das Top-Management sollte sich mit den Werteprogrammen identifizieren und die entsprechenden Verantwortlichkeiten im Team festlegen. Mögliche Maßnahmen sind die Benennung eines Ombudsmanns für moralische Probleme, die schriftliche Fixierung von Sozialstandards und einer „Geschenke-Richtlinie" zur Korruptionsbekämpfung, institutionalisierte Stakeholder-Dialoge oder Nachhaltigkeitsberichte.

Whistleblower

Ein Whistleblower (vom Englischen „to blow the whistle"; deutsch: „jemanden verpfeifen") ist ein Hinweisgeber oder ein Informant, der Missstände wie illegales Handeln (z. B. Korruption, Insiderhandel und Menschenrechtsverletzungen) oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz oder in anderen Zusammenhängen erfährt, an die Öffentlichkeit bringt.